Thema im Juli

"Alles wirkliche Leben ist Begegnung"

Auch unser 37. Weiler Straßenfest vor der Lukaskirche bietet Gelegenheiten, seinen Mitmenschen hier am Ort zu begegnen. Im ökumenischen Gottes-dienst beginnen wir mit dem thematischen Dreiklang von "Begegnen, Besuchen und Pflegen". Weil wir diese Drei für die Lebensqualität im Zusammenleben als einen Dreischritt verstehen, in dem die Beziehung zwischen Menschen näher, vertrauter und umfassender wird und weil wir diesen Zusammenhang bei uns verbindlicher fördern wollen, wirken hier auch der Leiter unseres Besuchsdiensts und die in der Pflege Mitarbeitenden von "Dienste für Menschen" mit, die ihren Stützpunkt in der Lukaskirche haben.
"Begegnen" - schon für Martin Buber war dies das wesentliche Geschehen zwischen ICH und DU. Wer einem anderen begegnet, sieht ihn als Gegenüber, nicht zuerst als Gegner. Wo wir einander begegnen, geschieht Gegenseitigkeit unter Menschen, wechselseitiges aufeinander achten und hören, einander wahrnehmen und ernstnehmen. Für Buber ist ICH-DU immer ein Wortpaar, das untrennbar zusammengehörig eine bestimmte Beziehungsqualität bedeutet. Da ist also nicht nur ein ICH, neben dem beiläufig noch ein DU vorbeikommt, sondern beide sind so aufeinander bezogen, dass das, was zwischen beiden sich ereignet, keinen unbeeinflusst lässt. Ja er kann sogar sagen: ICH werde am DU. Der Begegnung mit einem DU verdanke ich wesentlich, wer ich werde.
Doch die ICH-DU-Beziehung ist nicht die einzige und vorrangige Art, wie wir Menschen in der Welt unterwegs sind. Daneben steht das ICH-ES-Verhältnis.
Es ist unpersönlich, es sieht den anderen Menschen nicht als Gegenüber auf Augenhöhe, der für sich selber sprechen darf und kann, sondern als Gegenstand der eigenen Absichten. Hier ist der erste Blick darauf gerichtet, wofür der, um den es geht, einem gut und nützlich sein kann, welche brauchbaren Fähigkeiten und Verbindungen er hat, die für mich vorteilhaft eingesetzt werden könnten. "Wer du spricht, hat kein etwas, hat nichts. Aber er steht in der Beziehung."   Einsamkeit ist - ungesund.

Danke - vielfältig

Familie und Beruf zu vereinbaren, ist manchmal gar nicht so einfach. Insbesondere dann nicht, wenn man wie unsere Kirchenpflegerin Friederike Rust nicht nur die Rechnertätigkeit in unserer Gemeinde gewissenhaft und verlässlich tun möchte. Es ist nun mal so: Wer gut arbeitet, bei dem wird die Arbeit nicht weniger. Denn dem, der viel kann, wird viel zugetraut und oft auch zugedacht.
Ende Juni mussten wir unsere überaus kompetente Finanzfachfrau ziehen lassen, weil sie sich auf weniger Aufgabenfelder konzentrieren möchte. Wir sind ihr sehr dankbar für ihre zuvorkommende und umsichtige Mitarbeit, die sie zudem rasch und genau und auf eine so freundlich-gewinnende Weise bei uns eingebracht hat. Wir verdanken ihr viele vorausschauende Anregungen, geistliche Impulse, umgesetzte Vereinfachungen, gelungene Moderationen auf Klausuren und, und ... Und können hier an dieser Stelle nur herzlich "Danke" sagen.  (P.R.)