Thema im Dezember und Januar

„WEIL - wir schon da sind."

Unter dieser Überschrift haben wir unseren Antrag für eine Förderung aus dem Innovationsfonds unserer Landeskirche eingebracht, der uns in der Herbstsynode des Kirchenbezirks bewilligt wurde. Dies erlaubt es uns, für die Quartiersarbeit in Weil eine 25%-Stelle über 3 Jahre hinweg einrichten zu können.
Aktuell wird in der Nachbarschaft der Lukaskirche neuer Wohnraum für rund 600 Menschen gebaut, der nach dem Esslinger Wohnraumkonzept vergeben wird.
Hier wollen wir, die Kirchengemeinde Mettingen-Brühl-Weil in einem Kooperationsprojekt gemeinsam mit dem Kreisdiakonieverband im Landkreis Esslingen die Entwicklung des Zusammenlebens im Quartier um die Lukaskirche unter kirchlich-diakonischen Gesichtspunkten fördern.
Das ist keine für uns "neue Idee" - eher eine Intensivierung.
Schon bei der Einweihung der Kirche im Jahre 1963 wurde betont, dass der Name "Lukas" ein Programm darstellt: Er ist (Zitat:) "ein Auftrag für die Gemeinde, die sich Sonntag für Sonntag hier sammelt. Einmal seid offen für die Menschen, die noch ferne sind und werdet nicht müde, solche Wege der Verkündigung zu suchen, auf denen ihr in die Herzen des Menschen hineinkommen könnt; zum
anderen, seid offen für alle geistliche, seelische und materielle Not, die euch begegnet".

Unsere "Lukas"-Kirche ist seit Jahren unverzichtbarer Standort, zuletzt bei der Bewältigung der Flüchtlingskrise. In dem barrierefreien, flexibel und ökumenisch genutzten Gebäude, an das unser zweigruppiger Kindergarten sowie eine Diakoniestation von "Dienste für Menschen" angeschlossen ist, finden Kinderbibeltage, Theaterprojekte, Kirchen-Rockkonzerte, Sprachhilfe, Begegnungsgruppen, "5 Esslinger" und Gottesdienste beider Konfessionen statt. Seit 37 Jahren tritt die evangelische Kirche als Veranstalter des Weiler Straßenfests auf.
Wie wollen wir uns gemeinsam mit der Diakonie einbringen?
In einem moderierten Beratungsprozess durch maile&partner hat sich herauskristallisiert, dass der Bereich "Familie und Kinder" im jetzigen Quartier Weil noch nicht ausreichend abgedeckt ist und auch in den zukünftigen Planungen noch nicht genügend berücksichtigt wurde.
Mit Blick auf die Ausgestaltung der Arbeit in Bereich Familien und Kinder bringen Diakonie und Kirche fachliches Wissen und personelle Stärke mit. Die Lukaskirche bietet mit ihrer günstigen Lage - der öffentliche Nahverkehr hält direkt vor der Türe - und ihren attraktiven Grünflächen rund um das Gebäude im Quartier den idealen Standort für die Ausgestaltung von Programmen, Begegnungs- und Beratungsangeboten und für die seelsorgerische Begleitung der Bürger*innen in Weil.
In diesem Prozess, den wir mit dem Kreisdiakonieverband gemeinsam anstoßen wollen, geht es um eine gute Vernetzung mit vor Ort und in der Nachbarschaft wirkenden Akteuren. Ein gut funktionierendes soziales Netzwerk erweitert hier den Handlungsspielraum. Das haben wir vor.
Vor uns liegt nun die Detailarbeit.
(P.R.)