Weltmissionsprojekt 2021

Der Südsudan ist der jüngste Staat weltweit. Sein
Weg in die Unabhängigkeit war mit unvorstellbarem
Leid verbunden. Noch immer sind viele Menschen
durch Krieg und Gewalt tief traumatisiert. Gemeinsam
mit Mission 21 engagiert sich die Basler Mission
– Deutscher Zweig (BMDZ) für Frieden und Versöhnung.

Der Südsudan sagte sich 2011 vom Sudan los. Vorausgegangen war ein jahrzehntelanger
Bürgerkrieg mit schweren Menschenrechtsverletzungen, Hunderttausenden
Toten und über zwei Millionen Vertriebenen. Doch auch nach der Unabhängigkeitserklärung
flammte die Gewalt innerhalb des Landes immer wieder auf.
Erst im September 2018 einigten sich die verfeindeten Volksgruppen auf einen
Friedensvertrag. Dessen Umsetzung stellt alle Beteiligten bis heute vor große Herausforderungen.

Friedensarbeit und Trauma-Bewältigung
Gemeinsam mit ihren lokalen Partnern vor Ort machen sich BMDZ und Mission 21
dafür stark, Frieden und Versöhnung in den Südsudan zu bringen. Eine wichtige
Rolle spielen dabei Mediatoren, die in der Arbeit mit traumatisierten Menschen
geschult sind. Methodisch setzen die Programme auf das Prinzip des «Training of
Trainers»: Es werden Kursleitende ausgebildet. In den Trainings werden gewaltfreie
Konfliktlösung sowie Möglichkeiten zur Versöhnung besprochen und gelehrt.
Teilnehmende werden ermutigt, ihre erworbenen Kenntnisse aus den Trainings
weiterzugeben. Dank ihrer Kenntnisse in Psychologie und gewaltfreier Kommunikation
können sie Betroffenen helfen, Gewalterfahrungen und Traumata zu
überwinden. Diese Hilfsangebote stehen allen Menschen im Südsudan offen, unabhängig
ihres ethnischen oder religiösen Hintergrunds.

Frauen, Kinder und Jugendliche stärken
Erfahrungen in anderen Ländern haben gezeigt, dass Frauen oft die treibende
Kraft hinter erfolgreich verlaufenden Friedensprozessen sind. Im von Männern
dominierten Südsudan hatten Frauen bisher jedoch kaum eine Stimme. Um Frauen
gezielt in die Friedensarbeit einzubeziehen, wurden deshalb spezielle Trainings-
Programme für sie entwickelt. Und auch für Kinder und Jugendliche wurden besondere
seelsorgerliche Angebote geschaffen: Mehr als 60 Prozent der südsudanesischen
Bevölkerung sind unter 24 Jahren. Gerade sie sind von den gewaltsamen
Auseinandersetzungen besonders schwer betroffen.

Im kommenden Jahr wollen wir in jedem Monat ein Gottesdienstopfer diesem
Projekt zweckbestimmen und wir bitten Sie um die Unterstützung dieser Friedensarbeit
der BMDZ im Südsudan. Mit Ihrer Spende schenken Sie traumatisierten
Frauen, Kindern und Jugendlichen die Chance auf eine bessere Zukunft.